Mit dem Start der Maisernte am 16. September 2026 begann für die beteiligten Landwirtschaftsbetriebe und die Stadtwerke eine der wichtigsten Phasen des Jahres.
Trotz einer wetterbedingten Unterbrechung konnte die Ernte nach insgesamt zehn Erntetagen am 20. Oktober erfolgreich abgeschlossen werden. Drei regionale Landwirtschaftsbetriebe lieferten den Energiemais für die beiden Biogasanlagen der Stadtwerke. Auf rund 420 Hektar Anbaufläche wurden insgesamt etwa 16.000 Tonnen Maissilage geerntet und in mehreren Fahrsilos eingelagert. Für die Ernte kamen ein leistungsstarker Häcksler sowie, abhängig von der Entfernung der Felder, sechs bis zehn Transportfahrzeuge zum Einsatz.
Die eingelagerten Mengen bilden die wesentliche Grundlage für den Betrieb der beiden Biogasanlagen. Der Jahresbedarf liegt bei rund 17.500 Tonnen Maissilage. Aus dem nachwachsenden Rohstoff wird Biogas erzeugt, das einen wichtigen Beitrag zur nachhaltigen Energieversorgung der Stadt leistet.
Besonders bedeutend ist dabei die Rolle der Anlagen für die Wärmeversorgung: Fast 45 Prozent der in Grevesmühlen bereitgestellten Fernwärme werden durch die beiden Biogasanlagen erzeugt. Über das Fernwärmenetz werden mehr als 20 Prozent der Haushalte, Unternehmen und öffentlichen Einrichtungen der Stadt zuverlässig mit Wärme versorgt.
Die Zusammenarbeit mit regionalen Landwirtschaftsbetrieben ist dabei ein wichtiger Erfolgsfaktor. Kurze Transportwege, eine hohe Versorgungssicherheit und die Stärkung der regionalen Wertschöpfung machen die Energieerzeugung nicht nur nachhaltig, sondern auch wirtschaftlich sinnvoll.
Im Vergleich zum Vorjahr fiel die Erntemenge geringer aus. Während 2025 rund 30.000 Tonnen Mais eingebracht wurden, wurden in diesem Jahr etwa 16.000 Tonnen geerntet. Dafür zeichnet sich die diesjährige Ernte durch eine deutlich bessere Qualität aus, was sich positiv auf die Biogaserzeugung und die Effizienz der Anlagen auswirkt.
„Mit der diesjährigen Ernte ist die Rohstoffversorgung unserer Biogasanlagen langfristig gesichert. Die sehr gute Qualität der Maissilage schafft beste Voraussetzungen für einen stabilen und effizienten Anlagenbetrieb und damit für eine verlässliche Wärmeversorgung unserer Kunden“, erklärt Torsten Perschk, technischer Leiter der Stadtwerke.
Mit dem Abschluss der Einlagerung sind die Voraussetzungen geschaffen, den Betrieb der Biogasanlagen auch in den kommenden Monaten zuverlässig sicherzustellen. Damit leisten die Stadtwerke gemeinsam mit ihren regionalen Partnern einen wichtigen Beitrag zur klimafreundlichen Wärmeversorgung und zur Energiewende vor Ort.